Krypto-Futures und -Derivate in Spanien: So deklarieren Sie sie
Terminkontrakte, Optionen und andere Kryptowährungsderivate sind komplexe Finanzinstrumente mit eigenen Steuervorschriften. Die rechtliche Grundlage ist vorhanden, spezifische Kriterien für Krypto befinden sich jedoch noch in der Entwicklung.
Kryptowährungs-Futures
Ein Terminkontrakt ist eine standardisierte Vereinbarung zum Kauf oder Verkauf eines Vermögenswerts zu einem festen Preis zu einem späteren Zeitpunkt. Der Gewinn oder Verlust wird bei Schließung der Position realisiert.
Steuerklassifizierung: Kapitalgewinn oder -verlust basierend auf Ersparnissen.
Zeitpunkt der Anrechnung: Wenn die Position geschlossen (oder liquidiert) wird, nicht wenn sie eröffnet wird.
Berechnungsgrundlage:
Ergebnis = (Schlusskurs − Eröffnungskurs) × Anzahl der Kontrakte − Gesamtprovisionen
Kryptowährungsoptionen
Optionen geben das Recht (nicht die Verpflichtung), Kryptowährungen zu einem bestimmten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Die Behandlung hängt davon ab, welche Position Sie einnehmen:
Optionskäufer (long)
- Gezahlte Prämie: Optionserwerbskosten (bis zum Abschluss nicht abzugsfähig).
- Wenn Sie die Option ausüben: Die Prämie wird zu den Kosten des erworbenen Basiswerts addiert.
- Wenn Sie die Option verkaufen: Gewinn/Verlust = Verkaufspreis − gezahlte Prämie.
- Wenn es wertlos verfällt: Die gezahlte Prämie ist am Ablaufdatum ein Kapitalverlust.
Optionen Verkäufer (kurz)
- Eingezogene Prämie: Einkünfte, die im Erhebungszeitraum (oder bei Abschluss) als Kapitalgewinn besteuert werden.
- Bei Ausübung der Option: Das Ergebnis der Position im Basiswert wird normal berechnet.
- Wenn es wertlos verfällt: Die eingenommene Prämie bleibt als Gewinn bestehen.
Differenzkontrakte (CFDs)
Bereits in früheren Artikeln zum Thema Hebelwirkung erwähnt. Wird beim Schließen jeder Position als Kapitalgewinn/-verlust klassifiziert.
Derivatebörsen und Berichte
Die großen Börsen für Krypto-Derivate (Deribit, CME, Binance Futures, OKX, Bybit) erheben für spanische Steuerzahler keine Quellensteuer. Die Verantwortung für die Berichterstattung liegt allein beim Steuerzahler.
Historienextraktion: Laden Sie die P&L-CSV-Datei (Gewinn und Verlust) der Börse herunter, die Ihnen das Nettoergebnis pro geschlossener Position zeigt. Es handelt sich um die Informationen, die Sie für die Erklärung benötigen.
Derivativer Verlustausgleich
Verluste aus Krypto-Derivaten sind Kapitalverluste aus der Sparbasis:
- Sie werden mit Kapitalgewinnen aus demselben Jahr verrechnet.
- Sofern überschüssige Verluste vorliegen, werden diese für 4 Jahre vorgetragen.
Was ist mit derivativen Token (Perp-Token, Leveraged-Token)?
Einige Börsen geben Token wie BTCUP, BTCDOWN oder Margin-Token aus. Diese Token selbst werden wie gewöhnliche Kryptowährungen behandelt: Kapitalgewinn/-verlust bei der Übertragung. Seine internen Hebelmechanismen wirken sich auf den Preis aus, ändern jedoch nicht die Steuerklassifizierung.
Fazit
Krypto-Derivate werden wie Kapitalgewinne/-verluste auf Ersparnisbasis besteuert, genau wie der Spothandel, jedoch mit der Besonderheit, dass das steuerpflichtige Ereignis beim Schließen der Position (nicht beim Öffnen) eintritt. Die Komplexität liegt im Geschäftsvolumen und in der korrekten Führung der Prämien, Gewinne und Verluste und Provisionen.


